Gelungener Neustart im Taubensport

 Detlef Schultes Leidenschaft für den Taubensport lässt sich unschwer erkennen. Seine Besucher entdecken schon auf der Garage des 54-jährigen eine Taube aus Metall und im Garten gurrt und flatter

Detlef Schulte feiert mit seinen Tauben Erfolge. - Foto: Jücker
Detlef Schulte feiert mit seinen Tauben Erfolge. - Foto: Jücker

Detlef Schulte aus Hamm-Herringen ist mit Leib und Seele Taubenzüchter und feierte dieses Jahr wieder stattliche Erfolge bei der RV Germania Werne. Er belegte in der Zwischenauswertung der Meisterschaften 2013 in der Jungtaubenmeisterschaft den ersten Platz und sicherte sich jeweils den zweiten Platz in den Wertungen der Jungtauben und Altvögel. Zudem wurde er Dritter in den Kategorien „Bester Altvogel“ und „RV-Meister Alttauben“.

Die Leidenschaft für Tauben liegt in Detlef Schultes Familie. „Schon mein Großvater und mein Vater waren begeistert vom Taubensport, ich bin mit den Tieren aufgewachsen“, erklärt der gelernte Schlosser. Mit 30 Jahren übernahm er den Posten des Vorsitzenden für sechs Jahre bei der RV Lippe-Süd, es folgte das vierjährige Amt des Geschäftsführers. 2002 legte er eine Pause im Taubensport ein. Nach fünf Jahren vermisste Detlef Schulte, der 32 Jahre im Bergbau arbeitete und heute Frührentner ist, seine Tauben zusehends. „Ich war auf der Suche nach einer Beschäftigung und kam nie von meiner Passion los.“

Dank seines Freunds Helmut Hainsch gelang dem Frührentner ein guter Neuanfang mit leistungsstarken Tauben. Seit zwei Jahren ist der 54-Jährige Mitglied in der RV Germania Werne. „Ich habe viele Freunde und Bekannte in Werne und wollte einen völligen Neustart im Taubensport beginnen“, so Schulte. Besonders der vertraute Kontakt mit den Tieren und die Spannung, wenn die Tauben auf der Reise sind, begeistert den dreifachen Familienvater immer wieder aufs Neue.

Seine Tauben züchtet er selbst. „Dabei kommt es vor allem auf Schnelligkeit und Beständigkeit der Tiere an“, erklärt der erfahrene Züchter. In seinem Garten stehen Schläge für 110 Tauben. „So viel Vieh macht natürlich auch Mist“, gibt Detlef Schulte augenzwinkernd zu. Täglich verbringt er bis zu fünf Stunden im und am Taubenschlag. Morgens um 7 Uhr werden die ersten Tiere herausgelassen, danach macht sich Detlef Schulte daran, die Schläge und Volieren zu säubern. Und natürlich wollen die Tiere gefüttert werden.

Zweimal am Tag lässt Detlef Schulte seine Reisetauben fliegen. Im vergangenen Jahr sind sechs seiner Tiere nicht zurückgekehrt. „Die Greifvögel sind für den Taubensport ein massives Problem geworden“, bedauert Detlef Schulte. Er kennt Taubenfreunde, die dadurch bis zu 30 ihrer wertvollen Tiere verloren haben. -  cj

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