Mit 16 schon erfolgreich

Junger Brieftaubenzüchter Elias frönt dem Hobby Taubensport - und das mit Bravour

WERNE. Manche Jugendliche halten Hunde, Katzen oder Hamster. Elias Dabbelt mag ebenfalls Tiere. Tauben. Aber nicht zum Spaß. Elias ist das Aushängeschild der RV Germania. Seine Brieftauben sind preisgekrönt.

 

Mit zehn Jahren und vier Tauben fing er an. Mittlerweile hält Elias Dabbelt weit über 100 Tauben. „Genau sagen, wie viele es sind, kann ich gar nicht“, sagt der 16-jährige. Ein eher ungewöhnliches Hobby für einen Jugendlichen, aber Elias ist absolut begeistert von den ausdauernden Vögeln. „Dass sie so lange Strecken ganz eigenständig zurückfliegen können, ist unglaublich faszinierend“, schwärmt er. Seine Freunde konnte er mit seiner Leidenschaft allerdings bis jetzt nicht anstecken.

 

Inspiriert durch Nachbarn

Den Keim pflanzten Nachbarn, die Brieftauben hatten. Eines Tages blühte dieser Keim auf. Elias ging zu seinem Vater und überraschte ihn mit der Forderung: „Ich will Tauben haben.“ Mein Vater war sofort begeistert. Ohne, dass meine Eltern mich in meinem Hobby unterstützen, ginge es gar nicht“, erklärte Elias. Der große Hof in Horst mit mehreren Schweinen, Hühnern, Enten, Hunden bietet die besten Voraussetzungen zur Zucht. Bereits nächste Woche startet die Saison mit einem Übungsflug, und schon jetzt wird fleißig trainiert. Aber wie trainiert man eine Taube? Ganz einfach, Elias beginnt mit kleineren, etwa 15 Minuten langen Flügen und steigert sich auf eine Stunde innerhalb einer Woche. Auf den Trainings- folgt der erste Meisterschaftsflug. Vor so einem Wettkampf trifft sich Elias mit den anderen Taubensportlern an der Vereinshalle am Grote-Dahl-Weg, wo sie die Tauben in einen großen LKW verladen. Dieser fährt dann zum Abflugort. Elias wartet derweil an den heimischen Taubenschlägen auf seine Vögel. Vor allem auf die Jungvögel (Tauben unter einem Jahr). Mit ihnen ist Elias besonders erfolgreich. 2015 waren seine Tiere unter den besten zehn in der Meisterschaft.

Tierliebe, viel Zeit und Platz

Fragen an Martin Fischer, Vorsitzender der RV Germania Werne

Frage: Sie sind gerade erst neugewählt. Haben Sie da schon irgendwelche vereinsinternen Änderungen geplant?

 

M.Fischer: Ja, wir haben z.B. bei der Leitung des Verein Arbeitsgruppen eingeführt, damit die Arbeit nicht an ein paar wenigen hängen bleibt.

 

F: Gibt es bei Ihnen im Verein eigentlich besondere Jugendarbeit?

 

M.Fischer: Meistens kommen die Jugendlichen eher über andere Familienmitglieder, die den Sport bereits betreiben, auf uns zu. Aber es ist lose geplant, mit Schulen oder Kindergärten Schnuppertermine zu vereinbaren.

 

F: Was muss man denn mitbringen, um Taubensportler zu werden?

 

M.Fischer: Ganz wichtig ist natürlich die Tierliebe. Aber ohne viel Zeit, Passion und natürlich auch die notwendigen Räumlichkeiten geht es nicht!

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